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Born to make a difference

Während der Zeit der tschechischen Renaissance wurde das tschechische Bier immer beliebter.

Während der Zeit der tschechischen Renaissance wurde das tschechische Bier immer beliebter.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs die Prager Bevölkerung, Industrie-Unternehmen wurden aufgebaut und die Kapazität der bereits vorhandenen Brauereien war nicht mehr ausreichend.

Zu dieser Zeit hatten Jan Kohout und Vilem Pick die Idee, zur Deckung der wachsenden Nachfrage eine Brauerei zu gründen. Gleichzeitig glaubten sie fest daran, dass sie ein besseres Bier brauen könnten als das, was zu dieser Zeit angeboten wurde.

Sie träumten davon, das „perfekte Bier“ zu brauen, indem sie ausschließlich die besten Zutaten verwendeten. Und nach ein paar Anläufen gelang es ihnen, etwas wirklich Einzigartiges zu kreieren. Durch die Verwendung echten Saaz-Hopfens sowie spezieller Gersten- und Hefesorten schufen sie das Bier, das heute als „Staropramen“ bekannt ist.

In der Folgezeit wurde eine Firma gegründet, deren erste Hauptversammlung am 6. September 1869 stattfand. Die von Gustav Nobacek entworfenen Baupläne waren bereits am 23. Oktober fertig gestellt und man begann mit der Errichtung des ersten Brauerei-Gebäudekomplexes auf einem als „die Grube“ bezeichneten, 18.000 qm großen Grundstück.

Die neu eröffnete, inhaber-geführte Brauerei Staropramen konnte auf eine umfangreiche Kundenbasis (hauptsächlich Arbeiter aus den umliegenden Fabriken) und starkes Ausgangskapital zurückgreifen und war stolz darauf, ein durch und durch tschechisches Unternehmen zu sein.

Die erste Bier-Charge wurde feierlich durch den Bierbrauer Pavel Quaiser gebraut und von Kaplan Láska gesegnet. Ende 1871 erzielte die Brauerei ein Produktionsvolumen von 9.648 Hektoliter Bier.
Sechs Jahre später übernahm Michael Trnka die Position des Bierbrauers. Zu dieser Zeit wurde ein grundlegender Wandel der Brauerei vollzogen. Zwei wesentliche Aktivposten wurden durch den neuen Bierbrauer eingeführt, die sowohl für die Brauerei selbst als auch für das tschechische Brauereiwesen im Allgemeinen von besonderer Bedeutung waren:
Michael Trnka entwickelte zwei neue Rezepturen: „10 Grad - Tschechische Art“ sowie die Rezeptur für das erste halbdunkle Bier „Granát“. Dass es sich hierbei um revolutionäre Erfindungen handelte, wurde durch das Wachstum der Brauerei während dieser Zeit bestätigt: Im Laufe der 28 Jahre, die Trnka die Brauerei leitete, steigerte sich die Produktion um das Zehnfache auf über eine halbe Million Hektoliter Bier – ein absolut außergewöhnliches Ergebnis. 

Im Zuge der rasanten Entwicklung technischer Erfindungen, die von der Brauerei aufgegriffen wurden, folgten weitere Innovationen. Hauptvertreter dieser Veränderungen war Chef-Bierbrauer Josef Paspa, der für die umfangreichen Modernisierungen in den Jahren 1933 bis 1937 verantwortlich war. Unter seiner Leitung wurden die neuen Brauhäuser (insgesamt fünf) erweitert und ausgebaut, der Kesselraum mit dem Maschinenraum und die Gärräume mit den Kühlbehältern; die großen Holzfässer wurden durch moderne Stahltanks ersetzt. Dank ihres Produktionsvolumens von 800.000 Hektoliter Bier war die Brauerei bereits 1933 die größte Brauerei der Tschechoslowakei.

1953 begann Staropramen Bier für den Export zu brauen. Der Vertrieb startete in Österreich, Deutschland und der Schweiz, dann folgten die USA. Die Popularität des Bieres wuchs und ebenso seine Produktion, die im Jahr 1960 den wichtigen Meilenstein von 1.000.000 Hektolitern überstieg.

In den nächsten Jahrzehnten, während der sozialistischen Zeit, teilte Staropramen das Schicksal aller tschechischslowakischen Brauereien: in Sachen Innovation und Entwicklung passierte nichts Neues. Dennoch blieben die Tschechoslowaken ihrer Liebe zum Bier treu - die Tschechoslowakei blieb weltweit führend in Bezug auf den Pro-Kopf-Bierkonsum.

Die wirtschaftlichen Veränderungen, die 1989 stattfanden, erfassten auch die Staropramen-Brauerei: das Unternehmen fand wieder zu seiner alten Form zurück – innovativ, herausfordernd, der Konkurrenz immer einen Schritt voraus.

Staropramen war 1992 das erste Unternehmen, das sein Packmaterial für Fassbier auf die modernen KEG-Behälter umstellte. Es war das erste Unternehmen, das 2006 die Verwendung von einheitlichen NRW-Flaschen einstellte. In den folgenden Jahren bereicherte Staropramen den tschechischen Markt mit weiteren Verpackungsinnovationen: den ersten Bier-Multipacks sowie selbstkühlenden Fässern.

Die heutige Staropramen-Brauereiproduktion basiert auf einer traditionellen Bierproduktion sowie den altbewährten Rezepturen. Staropramen gewinnt fortlaufend Bier-Wettbewerbe und Verbraucherpreise. Die Qualität des Biers wird in mehr als 38 Ländern rund um den Erdball geschätzt. Die Brauerei blickt zuversichtlich in die Zukunft und bleibt ihrem eigenen Weg treu, durch Kombination von Tradition, moderner Technologie und Innovation ein perfektes Bier zu brauen.